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Devlog #2: 4:40 Uhr, Esstisch, MacBook auf

Letzte Woche hab ich hier erzählt dass ich nebenbei eine ECAD-App für macOS baue. Eine Sache die ich dabei nicht erzählt hab: Wann ich das eigentlich mache.

4:40 klingelt der Wecker. Tee kochen, MacBook aufklappen, an den Esstisch setzen. Um 5:15 bin ich im Code. Eine Stunde, manchmal bisschen mehr wenn’s gut läuft.

Dann Alltag. Vollzeit arbeiten, 16:30 zu Hause, Familienzeit. Den Großen ins Bett bringen, meine Frau den Kleinen. Ganz normaler Familienalltag mit zwei kleinen Kindern. Irgendwann zwischen 20 und 21 Uhr wird’s ruhig.

Dann geht das MacBook wieder auf. Meistens auf der Couch. Bis 22 Uhr, manchmal länger.

Und so geht das seit Dezember. Jeden Tag, wenn möglich. Geht natürlich nicht immer.

Die krassesten Momente sind wenn du um 5:30 morgens alleine am Esstisch sitzt und plötzlich funktioniert was, woran du seit Tagen hängst. Autoconnect verbindet sich zum ersten Mal richtig. Der PDF-Export spuckt einen sauberen Schaltplan aus. Und du denkst dir: Du bist doch geisteskrank, Alter.

Aber dann guckst du dir an was da auf dem Bildschirm steht. Mittlerweile 73.000 Zeilen Code, eine App die es vor 3 Monaten noch nicht gab. Und denkst dir: Ja okay, aber geil.

Das Ding ist: Für mich ist das mein Hobby. Das hat Zocken komplett ersetzt. Früher WoW und Diablo, heute SwiftUI und Claude Code. Gleicher Suchtfaktor, nur dass am Ende was dabei rauskommt.

Also kein zusätzlicher Stressfaktor. So rede ich mir das zumindest ein. 😅

Martin